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SPEAK UP FOR PARKINSONS

Geben wir eine Stimme für die Leute mit diese Erkrankung

Parkinson's Disease (PD), die Parkinson-Krankheit, ist eine neurologische und degenerative Erkrankung des Gehirns, bei der die für die Steuerung der Bewegung verantwortlichen Neuronen betroffen sind. Es ist eine fortschreitende Erkrankung: Die Symptome treten allmählich auf und verschlimmern sich langsam.

PD erhielt ihren Namen von James Parkinson, einem britischen Arzt und Autor von "An Essay on the Shaking Palsy" [Eine Abhandlung über die Schüttellähmung], das im Jahre 1817 veröffentlicht wurde; man findet jedoch bereits im Jahre 5000 vor Chr. einige Beschreibungen der Krankheit in Indien.

Das durchschnittliche Erkrankungsalter liegt bei etwa 60 Jahren, aber jeder Zehnte ist unter 50 Jahre alt. Mit zunehmendem Alter steigt die Zahl der Patienten mit PD. Männer sind etwas mehr betroffen als Frauen.

Gemäß der European PD Association (EPDA) leiden rund 6,2 Millionen Menschen weltweit an Parkinson, wobei alle Rassen und Kulturen davon betroffen sind. Laut Statistiken leiden in Europa 1,2 Millionen Menschen an PD: In Deutschland rund 260.000; 200,000 in Italien; 150.000 in Spanien; 120.000 in Großbritannien; 117.000 in Frankreich und rund 22.000 in Portugal.

Bekannte Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens wie Michael J. Fox und Muhammad Ali haben dazu beigetragen, in der Öffentlichkeit ein Bewusstsein und Verständnis für die Parkinson-Krankheit zu schaffen.

WAS SIND DIE URSACHEN DER PARKINSON-KRANKHEIT?

Parkinson ist eine Erkrankung, die durch den Verlust von bestimmten dopaminproduzierenden Nervenzellen im Gehirn verursacht wird. Dopamin ist ein Botenstoff, der für die Bewegungskontrolle zuständig ist.

Warum diese Neuronen untergehen undPD auftritt, ist unbekannt, obwohl die meisten Forschungen davon ausgehen, dass bei derEntstehung derKrankheit sowohl genetische als auch umweltbedingte Faktoren aber auch die Interaktion zwischen beiden und individuelle Faktoren eine entscheidende Rolle spielen.

Jeder PD Patient weist verschiedene Symptome auf. Da Morbus Parkinson eine fortschreitende Erkrankung ist, beginnen die Symptome allmählich, in der Regel an nur einer Seite des Körpers, obwohl beide Seiten schließlich betroffen sind und sich im Laufe der Zeit verschlechtern.

Motorische Symptome

Die häufigsten Symptome der PD sind mit Bewegung verbunden, bekannt als "Motorische Symptome". Darunter vertseht man drei motorische Hauptsymptome oder Leitsymptome:

  • Zittern oder Schütteln an Händen, Armen, Beinen, Kiefer und Gesicht. In der Regel am stärksten in Ruhephasen / -momenten, mit einer Verbesserung, wenn der Patient eine Aufgabe erledigt, also aktiv ist.
  • Muskelstarre, Steifheit der Extremitäten und des Rumpfes während der Bewegung, und sogar Schmerzen.
  • Bradykinese oder Langsamkeit der Bewegung: Dadurch kann es schwieriger sein, eine Bewegung zu beginnen.

Andere motorische Symptome sind

  • Schwierigkeiten beim Gleichgewicht, Haltung und Koordination können sich bei fortschreitender PD verschlechtern.
  • Kommunikationsprobleme: Da Steifigkeit zu einem Verlust der Mimik führen kann, sind auch Sprache und Körpersprache betroffen und das manuelle Schreiben wird schwieriger, und es kann schwieriger werden, sich verständlich zu machen.

Nicht-motorische Symptome

Dies sind Symptome, die nicht mit Bewegung in Zusammenhang stehen. Sie können einen erheblichen Einfluss auf die Lebensqualität haben: z.B. verschlechterter Geruchssinn, Obstipation, Depressionen, Schmerzen, Müdigkeit, Denk- und Gedächtnisprobleme und Schluckbeschwerden.

WIE WIRD MORBUS PARKINSON DIAGNOSTIZIERT?

Parkinson ist nicht leicht zu diagnostizieren, da es bisher keine spezifischen Labortests für diese Diagnose gibt. Die Diagnose muss durch einen Neurologen erfolgen, der die Person auf körperliche Anzeichen von Parkinson untersucht und eine ausführliche Historie der Symptome des Patienten erstellt.

Die Symptome variieren von Person zu Person und es gibt andere Erkrankungen mit ähnlichen Symptomen. Aus diesen Gründen entstehen manchmal Fehldiagnosen und r es ist daher wichtig, die Diagnose durch einen Fachmann erstellen zu lassen.

WIE WIRD MORBUS PARKINSON BEHANDELT?

Derzeit gibt es keine Heilung für Parkinson, aber Medikamente können für eine lange Zeit eine Linderung der Symptome erreichen. Da wir wissen, dass der Verlust von Dopamin im Gehirn die Symptome verursacht, gibt es Medikamente für den Ersatz des verlorenen Dopamins, wie etwa Levodopa (Vorstufe von Dopamin), der Dopaminagonist ( das die Rolle von Dopamin im Gehirn imitiert), MAO-B Hemmer und COMT Hemmer (die den Abbau des Dopamin vermeiden).

Bei einigen Patienten kann eine chirurgische Therapie, DBS (Deep Brain Stimulation) genannt, sinnvoll sein, aber diese Therapie ist eine letzte Chance für Patienten.

VORBEREITUNG FÜR DAS LEBEN MIT PARKINSON

Die Erfahrung eines jeden mit Parkinson ist anders, und die schwächenden Symptome von Parkinson betreffen nicht nur Patienten: Familienmitglieder sind oft über Hilfemaßnahmen und Tätigkeiten für den Patienten involviert und übernehmen die Aufgaben und Aktivitäten, die dem Patienten mit der Zeit unmöglich werden.

Es gibt viele Patientenorganisationen, die auf lokaler, nationaler und globaler Ebene tätig sind, die helfen und ParkinsionPatienten und ihre Familien unterstützen, z.B. Die “European Parkinson's Disease Association” [Europäische Parkinson Vereinigung], EPDA auf europäischer Ebene oder die die portugiesische APDP, “Associação Portuguesa de Doentes de Parkinson” [Portugiesische Vereinigung der Parkinson-Patienten], aber auch die Deutsche Parkinson Vereinigung (dPV) in Deutschland.

Für weitere Informationen:

Parkinson’s in Mind